Ohne Tal kein Gipfel - Was ist Entspannungstraining?

 

Ich mache hier meinen eigenen Versuch,  das Entspannungstraining und besonders das Achtsamkeits-Training, aus der Sicht unseres Lebens mit "negativen" Gefühlen zu beschreiben.

Achtsamkeits-Training sind viele effektive Übungen, die Jahrtausende alt sind. Es ist "Atmen und Lächeln-im Hier und Jetzt" - zu Beginn und das ist schon oft eine große Herausforderung, in der heutigen Zeit besonders! Aber es ist so viel mehr!

Es "ist eine Liebesbeziehung mit unserem Leben!" (Kabat-Zinn)

 

Als Menschen haben wir natürlich auch "negative Gefühle", denn das Leben ist nicht nur schön. Da ist auch Schmerz, Traurigkeit, Enttäuschung, Angst in uns, im kleineren oder größeren Ausmaß, je nach individuellem Schicksal. Und wir sind oft Meister im Verdrängen dieser Gefühle, denn wir wollen nicht durch das Tal des "Schmerzes" gehen. Wir wollen Glück, Spaß und Freude haben, aber nicht das, was weh tut. Das ist natürlich. Wir vermeiden, diese schmerzenden Gefühle wahrzunehmen, rennen... damit sie uns nicht einholen, statt an- und auszuhalten, sie anzuschauen. Denn gerade das Anschauen hilft mehr als das Wegschauen! 

 

Die Unterdrückung dieser Gefühle ist Stress und wirkt sich auf unser Wohlbefinden aus. Der Körper sendet uns Signale, die wir oft zunächst nicht wahrnehmen wollen, denn sie stören uns auf unserem Weg zum vermeintlichen Glück. Die Gefühle sind jedoch da! Sie können vielleicht zunächst Schlafstörungen, Gereiztheit, Nervosität und Konzentrationsschwäche verursachen. Das nehmen wir oft vielleicht noch nicht zum Anlass, auf die Signale zu hören und aktiv etwas zu tun. Nämlich Entspannen! Egal, ob diese Entspannung Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga oder TaiChi, achtsames Wandern oder Achtsamkeit selbst heißt.

Weiter geht´s mit der Rennerei und der Vermeidungstaktik. Vielleicht greifen wir zu Medikamenten und anderen Rauschmitteln, die sollen helfen, auf den Beinen zu bleiben. Das Leben geht weiter, aber die Beschwerden verstärken sich? Wenn wir nicht frühzeitig erkennen wollen, äußern sie sich womöglich irgendwann mit geballter Kraft: In Angst, Depression, Panikattacken, Burnout.

 

Wie können wir den Gipfel erreichen, wenn wir nicht durch ein Tal gehen?

Wir beginnen den Weg im Tal, anders geht es nicht!

 

In allen Entspannungsverfahren lernen wir zunächst eines:

STOPP! Aufhören zu rennen, - Erholung gönnen!

Komisch ist, es klingt so einfach Stopp zu sagen, aber manch einer kann es nicht einmal aushalten, zehn Minuten zu sitzen ohne irgendetwas zu tun oder zu grübeln!

Wenn Stopp so einfach ist, warum sind doch die Krankschreibungen aufgrund psychosomatischer Erkrankungen (Stress) in die Höhe geschnellt wie nie zuvor, fühlen wir uns gestresst, krank und kaputt?

 

Im Achtsamkeitstraining lernen wir neben " einem freundlichen Stopp" zusätzlich: Wieder mehr auf unseren Körper zu hören und unseren Geist zu (er)kennen, zu schauen, was da ist, um rechtzeitig "eingreifen/entspannen" zu können. Wir hören auf, zu rennen!!! Wir werden sensibler für uns selbst, wir sorgen für uns.

Und genau das dankt uns unser Körper mit mehr Gelassenheit und Wohlbefinden! 

 

"Eine Reise beginnt mit dem ersten Schritt"

 

Eine liebevolle Reise zu euch selbst wünscht Sabine

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